LilaBlog

DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Betreuungsgeld – aus emotionaler Distanz heraus betrachtet

Ich habe mir mal -zumindest die räumliche- Distanz zu meiner Familie geschaffen, habe die (Lauf-)Schuhe geschnürt und mich in den für kühle und nüchterne Betrachtungsweisen geeigneten Morgenstunden in den Stadtpark meines Vertrauens begeben. Also, nochmal von vorne, ohne Emotion und direkter familienväterlicher Nähe: Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern sollen die Angebote zur Kinderbetreuung, also die KiTas verbessert, also finanziell unterstützt werden. Finde ich gut. Schließlich sollen junge Frauen, wenn sie das möchten, möglichst schnell wieder ins Berufsleben einsteigen können und ihre Kinder trotzdem in guten Händen wissen. Wer sein Kind zu Hause, etwa von einer Tagesmutter oder von Oma und Opa betreuen lassen möchte, soll dafür einen finanziellen Ausgleich bekommen: das Betreuungsgeld. Finde ich gut. Schließlich sollen junge Frauen, wenn sie das möchten, möglichst schnell wieder ins Berufsleben einsteigen können und ihre Kinder trotzdem in guten Händen wissen. Achso halt: Findet man schlecht! Und völlig daneben ist es ja, wenn ein Elternteil gleich ganz zu Hause bleibt. Faules Gesindel! Warum war das gleich wieder falsch? Die Statistik spreche dagegen, sagt man. Naja, die Statistik spricht auch gegen das Autofahren. Das Geld solle lieber in Bildungsangebote investiert werden, sagt man. Wird es das im Elternhaus denn nicht? Vielleicht fließen die 100 Euro ja in pädagogisch wertvolle Märchen- oder Singbücher. Vielleicht in ein schönes Instrumentenset  (Meinl Percussion Sortiment bei Amazon für knapp 45 Euro) oder in ein die Kreativität förderndes LegoDuplo Beginnerset ( "Familienhaus: 47,99 €,  Eisenbahn-Set: 87,99 €). Und vielleicht ist es ja grundsätzlich gar nicht so schlecht für die Sprach- und Lernkompetenz, wenn sich 24 Stunden am Tag die engsten Vertrauenspersonen mit einem beschäftigen, reden, spielen, singen. Die Kinder sollen soziale Kompetenzen lernen, sagt man. Stimmt. Aber ein gutes, weil zeitintensives Verhältnis zu seinen Eltern aufgrund einer engen Bindung ist der sozialen Kompetenz in späteren Jahren erstens nicht abträglich, und zweitens schließt es das Spielen und den Austausch mit anderen Kindern nicht aus. Das sagen doch sicher auch die Studien, oder? Das Geld wird missbraucht, sagt man. Dann muss man aber doch auch sagen: Weg mit dem Kindergeld! Das wird doch nur von den Vätern versoffen oder von den Müttern vershoppt. Und wieso sollte man Arbeitssuchende bitte finanziell unterstützen? Das verleitet sie doch nur, zu Hause zu sitzen, und sich noch weiter in die Höhle der sozial Schwachen zu verkriechen. Schön wäre es doch, wenn wir die Eltern entscheiden lassen könnten. Nicht allein die Mutter, nicht allein den Vater, nicht den Arbeitgeber und nicht DIE Gesellschaft, sondern - die ELTERN (also DIE zwei (relativ) großen Menschen, die in der Regel für einen ganz kleinen Menschen verantwortlich sind). Aber Moment: Das ist altmodisch und diskriminierend - für .... irgendjemanden ... Oder so. Also: Kinder raus aus dem Kreissaal und ab in dir Krippe. Nach einem Jahr in den Kindergarten, dann gleich auf die (weiterführende) Schule und mit 15 sollten sie spätestens aus der Uni raus sein. Dann können sie wenigstens nicht von den inkopetenten Eltern versaut werden. tl; dr Kinderbetreuung wichtig, Erziehung zu Hause richtig, Wahlfreiheit für die Eltern: richtig wichtig.

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