LilaBlog

DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Das war der 1. #SynchronRun

Das Schönste an (Spontan-) Ideen ist, wenn man Leute findet, die sie cool finden, sich anschließen und man sie gemeinsam umsetzt. Und so ging es dem #SynchronRun, den ich gemeinsam mit Norman Weiss (@citoyenberlin) ausgedacht habe, und der heute nun endlich stattfand: Zwei Städte, zwei (Lauf-) Verrückte, eine Distanz und eine Menge Spaß! Und damit gebe ich ab nach Berlin zu Norman, der in der Hauptstadt an den Start ging:
Schon irgendwie verrückt, im Berliner Tiergarten zu einem Wettkampf anzutreten, bei dem der Mitläufer mehrere hundert Kilometer im Münchener Westpark startet. Aber mit der heutigen Technik auch kein Problem. Und sowieso eine gute Idee von Ludwig, den ich ein paar Tage vorher auch persönlich kennengelernt habe, als er dienstlich in Berlin zu tun hatte. Also nach einem Frühstück aufs Rad und zur Konrad-Adenauer-Stiftung am südlichen Rand des Tiergartens, meinem Startpunkt. Dann per SMS der Countdown aus München. 7:30 Start. Laufen und nicht an die 21 km denken. Die erste Runde geht gut. Erstaunlich viele Leute unterwegs. Zwei Bauarbeiter gegenüber vom sowjetischen Ehrenmal werden mich noch mehrmals zu Gesicht bekommen - und jedesmal skeptischer gucken. Obwohl ich das Gefühl habe, immer langsamer zu werden, sagt die Nike-App, daß ich relativ konstant laufe. Zwischendurch höre ich über Kopfhörer, daß Twittermeldungen einlaufen. Später sehe ich, daß wir Unterstützer haben, die uns alles Gute wünschen. Bei Kilometer 14 läuft ein Fuchs an mir vorbei. Kurz danach sehe ich ein Kaninchen über die Wiese hoppeln, das hatte offenbar Glück gehabt! Kilometer 18, jetzt heißt es die Reserven mobilisieren. #derwilleindir! Zum letzten Mal in die Tiergartenstraße einbiegen. Wieder die Botschaften, links Richard Wagner, weiter, weiter! Dann schräg zurück Richtung Bellevue, Siegessäule, Hofjägerallee. Das iphone in die Hand nehmen, noch 500 Meter. Fertig. 1:33:50. Komisch, daß ich noch nichts von Ludwig lese, der doch bestimmt längst durch ist. Als ich aufs Rad steige, um nach Hause zu fahren, fängt es an zu regnen.
Tja, die Tatsache, dass Norman zu dem Zeitpunkt noch nichts von mir gehört hatte, ist leider einer Tatsache geschuldet, die den #SynchronRun für mich selbst ein bisschen trübt: Im 20sten Kilometer - bei 19,3 km, um genau zu sein - war plötzlich die Musik aus, der Bildschirm meines iPhones schwarz - der Akku tot, obwohl ich mit 100% an den Start gegangen bin. Umso ärgerlicher, als ich relativ knapp unter meiner persönlichen Bestzeit war und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,0 Min pro Kilometer genau meiner zuvor gesetzten Zielvorgabe entsprach. Vermutlich lag es daran, dass ich neben der Nike-App und Spotify, ohne die bei mir kein Lauf absolviert wird, auch noch Facebook-Connect aktiviert hatte, um mich über die Anfeuerungs-Gefälltmirs meiner Freunde zu freuen. Insofern also sei allen Läufern gesagt: Verzichtet neben Musik und Tracking auf zusätzlichen Firlefanz beim Lauf - zumindest, wenn Ihr ein iPhone habt. Und nach Cupertino muss ich selbst als erklärter Apple-Fanboy rufen: Regelt endlich mal Euer verdammtes Akkuproblem! Ansonsten aber war der #SynchronRun ein Riesenspaß - in München war super Wetter und durch die Wettbewerbskomponente treibt man sich (und die Mitbewerber) zusätzlich an. Die klassische, viel zitierte "Win/Win-"Situation.

An alle, die uns unterstützt haben ein herzliches Dankeschön! Besonderer Dank gilt dem @McFit -Team, das unsere Idee so gut fand, dass es darüber berichtet und uns unterstützt hat.

Im Anschluss an den Run haben Norman und ich sofort telefoniert und waren uns umgehend einig: Der #SynchronRun bleibt keine einmalige Geschichte und geht bald schon in seine nächste Runde - wir freuen uns über Mitläufer, Unterstützer, Interessierte! Und hier nun die Ergebnisse. Normans 21km

Bildschirmfoto 2013-05-18 um 12.21.22

Meine 19,3 km

Bildschirmfoto 2013-05-18 um 12.19.47

, ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.