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DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Der 2. #SynchronRun – 3 Städte, 4 Verrückte, kein Fuchs

Am Samstag war es wieder soweit: Zum bereits zweiten Mal starteten wir den SynchronRun. Die Distanz war diesmal 12 km und aus 2 (beim ersten SynchronRun) wurden 4 Teilnehmer. Wenn wir so weiter machen, und sich die Teilnehmerzahl jedes Mal verdoppelt, dann wird daraus vielleicht bald schon der erste Quantified Self-Volkslauf.     Ich für meinen Teil startete wieder im Münchner Westpark bei perfektem Wetter: Etwa 15 Grad und leicht bewölkt. Vorgenommen hatte ich mir eine Pace von unter 4 min/km, und es wurden schließlich 3:51 min/km, womit mal wieder bewiesen wäre, dass der #SynchronRun durchaus einen dem "richtigen" Wettbewerb sehr ähnlichen Motivations- und Leistungsschub bringen kann. Das schönste am 2. #SynchronRun war aber, dass sich diesmal neben Norman Weiss, dem Mann der ersten Stunde und Mitbegründer der Laufreihe noch zwei weitere Mitstreiter fanden: Jens Röskens und Christoph Tertel. Und hier nun das hochoffizielle Ergebnis:

1. Ludwig Reicherstorfer (46:14 Min)      

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2. Jens Röskens (49:57 Min)                  

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3. Norman Weiss  (52:55 Min)                      

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4. Christoph Tertel (55:16 Min)                  

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  Und so erlebten die anderen Teilnehmer den 2. #SynchronRun: Jens:
Um 7:45 Uhr habe ich das Haus verlassen. Draußen empfing mich starker Regen, der mich schon auf dem Aufwärmkilometer völlig durchnässte. Mein Start lag in den Bonner Rheinauen. Der erste Kilometer führte runter zum Rhein, dann bog ich gen Süden ab entlang des Rheinufers. 5 km vorbei am Siebengebirge unterhalb des Petersberges mit dem Bundesgästehaus. Weiter an meinem Biergarten des Vertrauens vorbei bis zum Drachenfels und zurück. Leider konnte man weder vom Petersberg noch vom Drachenfels etwas sehen. Das Siebengebirge war im Nebel verborgen. Auch meine Leistungsfähigkeit blieb an diesem morgen im Nebel - ich wusste, sie war da, aber ließ sie sich nicht hervorlocken. Das Resultat von 49:57 min mit einem Schnitt von 4:09 min/km war dennoch einigermaßen versöhnlich.
Norman:
Heute laufen also vier Leute mit, denke ich, als ich mich aufs Rad schwinge und zum Tiergarten fahre. Das Internet bringt also doch Leute zusammen. Da fährt man am Sonnabend um 7:40 los und in der Hofjägerallee kommen einem die ersten Läufer bereits verschwitzt entgegen. Unglaublich. Der Lauf selbst geht über eine bequeme Distanz, aber ich habe das Gefühl, gar nicht richtig auf Touren zu kommen. Spüre wohl instinktiv, was für eine Pace Ludwig vorlegt. Am Ende komme ich dreimal bei Bauarbeitern und zweimal an Bankschläfern vorbei. Kein Fuchs heute.
Christoph:
Eine meiner großen Leidenschaft ist der Bergsport. Ob Hochalpin oder bayerische Alpen - egal, hauptsache möglichst steil. Das Joggen ist daher für mich mehr Ausdauertraining als Traumsportart :-)! Als ich von dem #Synchronrun gehört habe und die Lauftzeiten der anderen Teilnehmer sah, bekam ich doch Motivation mehr zu tun, um mich wenigstens nicht ganz abhängen zu lassen. Heute Morgen stand ich in der Küche und stellte fest: Ohne Pulsuhr wird es schwer mein Lauftempo zu steuern wenn ich nicht schon nach 6km mehr Lungenblässchen als Fett verbrennen will. Ich entschied mich so lange mein Lauftempo zu erhöhen, wie ich Passanten einen "Guten Morgen" wünschen kann. Ich glaube, dass ich noch nie so viele Menschen Morgens gegrüßt habe, aber es funktionierte! Einige wurden von mir mehrfach gegrüßt, was für manche Irritation sorgte.
Am spannendesten fand ich es zu erleben, wie ich so manche Kraftreserven mobilisieren konnte allein durch den Gedanken daran das ich in einem "Wettbewerb" stehe. Man muss die Mitkämpfer also nicht unbedingt sehen.
Toll wie viel man auch dadurch erreichen kann, wenn man sich seine Situation einfach "nur" bewusst macht ohne sie sehen zu müssen. Dadurch schaffte ich es mein persönliches Laufziel (60-70Minuten) mit rund 55 Minuten zu unterbieten.
Für mich eine tolle Erfahrung was Motivation angeht.
Zweimal München, einmal Berlin und einmal Bonn. 12 km, 3 Städte, 4 Verrückte. Und wir werden immer mehr! Der nächste #SynchronRun kommt!

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