LilaBlog

DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Wald, Wiese, Berg und Tal – Der Brüder-Grimm-Lauf 2017

Langsam, ganz langsam erklimme ich die 4 Steinstufen des Rathauses in Steinau. In der rechten Hand eine Banane, in der linken einen - den vierten - Wasserbecher, den ich gerade dabei bin, zu leeren.

Von links ruft eine Dame: “Junger Mann, welche Größe?” Ich schaue sie an, antworte nicht. Sie deutet auf einen großen braunen Karton, der vor ihr auf einem Tisch steht: “Ihr T-Shirt. Sie wollten doch sicher Ihr Finisher-Shirt abholen”. Ich sage, dass ich mich eigentlich nur in einer kühlen Ecke kurz ausruhen wollte, aber stimmt, das Shirt: “S, bitte”. Ihr Kollege, der hinter ihr steht mahnt: “Jetzt lass ihn doch noch ä bissi Luft hole”.

Ich nehme das leucht-orangene Shirt, bedanke mich und setze mich endlich auf einen Stuhl, schäle die Banane und esse, und trinke, und esse, und trinke und trinke und trinke.

Es ist das Ende der fünften und letzten Etappe des 33. Brüder-Grimm-Laufs. Hinter mir liegen 82 Kilometer in drei Tagen. Jede Etappe ist nach einem Märchen benannt, das die Gebrüder, die hier geboren wurden, vor langer Zeit aufgeschrieben haben. Die letzte Etappe ist die Hänsel-und-Gretel-Etappe und sie ist der Abschluss eines 3-Tages-Ultras, der in diesem Jahr so ziemlich alles aufzubieten hatte, was man sich als Läufer so vorstellen kann oder gar nicht erst vorstellen möchte.Es hätte mich nicht gewundert, hätte es bei der Frau-Holle-Etappe, der Bergetappe am Sonntagvormittag, noch zu schneien begonnen.

Es war meine zweite Teilnahme beim Brüder-Grimm-Lauf und nach meinem Achtungserfolg im letzten Jahr (3. Platz gesamt, 2. Platz AK 30) habe ich mir in diesem Jahr so einiges vorgenommen und bin wohlgemut am Freitagabend an die Startlinie in Hanau gegangen: Die Rotkäppchen-Etappe, 17 Kilometer lang und flach. Hier kann man ordentlich Tempo aufnehmen, um schon mal gut für die restlichen Tage vorzulegen. Es kommt dabei allerdings darauf an, die Kräfte ordentlich einzuteilen - eine wahre Kunst, wie sich später zeigen würde.

Bereits während der Zugfahrt von Berlin in den Main-Kinzig-Kreis haben wir, meine Berliner Teamkollegen Andreas und Julian, das Wetter immer wieder gecheckt: Freitag Abend Gewitter, Samstag optimale 20 Grad, Sonntag könnte heißer werden.

In Hanau gab es dann zunächst einen kleinen Auflockerungsspaziergang vom Bahnhof zur Sporthalle, wo wir die Startunterlagen abgeholt, uns umgezogen und uns schließlich zum Marktplatz aufgemacht haben.Der Himmel war blau, leicht bewölkt, die Temperaturen angenehm. Wenn das das angekündigte Gewitter sein soll, dann sollte ich nichts dagegen haben.

Dann pünktlich um 17.30 Uhr: Startschuss. Nach ein paar Tagen Tapering in der Woche vor dem Lauf fühlte ich mich gut, ausgeruht und bestens vorbereitet.Ich nahm von Anfang an Tempo auf und setzte mich, zusammen mit 3 anderen Läufern bereits nach einem knappen Kilometer an die Spitze ab. Zwei von den Läufern trugen Shirts mit niederländischem Aufdruck. “Wow, extra aus Holland angereist. Ob die wissen, worauf sie sich hier einließen…?”, dachte ich - und sagte ich wohl auch irgendwann zu irgendwem.

Ich hatte schnell das Gefühl: es lief. Es lief allerdings auch schnell, und nach weiteren etwa fünf bis sechs Kilometern waren zwei der drei Läufer schon deutlich vor mir.

Bei Kilometer 8, wir waren bereits im Wald, kam er dann, der angekündigte Gewitterregen. Es regnete - nicht ein bisschen, sondern richtig. Ein durchgehender Schauer. Hätte Rotkäppchen damals so ein Wetter erwischt, sie wäre direkt wieder umgekehrt, da war ich mir sicher. Und der Wolf hätte sich vermutlich auch lieber in seine Höhle verkrochen, anstatt junge Mädchen zu belästigen.

Wir liefen aber weiter. Hin und wieder fiel ein Stückchen Ast von den Bäumen, die Sonnenbrille diente eher als Mini-Windschutzscheibe und es blitzte und donnerte. Schneller als der Blitz würde ich wohl nicht sein, aber treffen sollte er mich auch nicht unbedingt.

Egal: weiter! Das Tempo war ohnehin sehr hoch und die drei Läufer vor mir kaum noch zu erreichen. Kurz vor der Zielmarke - ich kannte die Strecke trotz leichter Veränderungen aus dem letzten Jahr - setzte ich dann noch zum Schlusssprint an und kam, völlig durchnässt ins Ziel.

Zwei Minuten schneller als im letzten Jahr - ich war zufrieden und ich ahnte noch nicht, dass ich mir dieses Wetter 4 Etappen später sehnsüchtig zurück wünschen würde. Es war ein Top-Start, die ersten 15 Kilometer waren geschafft! Locker!

Zur Belohnung gab es Pasta beim Italiener in Gelnhausen und dann aufs Hotelzimmer: Blackroll, Beine entspannen, Schlafen.

Tag 2 begann mit der Dornröschen-Etappe. 14 Kilometer und die ersten Anstiege warteten.

Schon nach wenigen Hundert Metern zwischen Pferdekoppeln hindurch setzten wir 4 uns wieder ab - die zwei Holländer, ein M20-Läufer aus Gießen und ich Berliner. Das Tempo war wieder flott, fühlte sich aber gut an. Es wurde etwas hügeliger.

Irgendwann kamen wir an eine Gabelung: rechts ging es ins Dorf, links vermutlich auf die Felder. Einer von uns Vieren rief “rechts” und dorthin liefen wir. Am Abend davor sagte mir unser Ansager, er sei hier schon viermal mitgelaufen. Wir vertrauten auf sein Erinnerungsvermögen. Wenige Sekunden später sagte er: “Das müsste stimmen, also... glaub ich zumindest”. Wir liefen weiter.

Irgendwann rief ich: “Jungs, sind wir wirklich richtig?”. Die Antwort verhieß nichts Gutes: “Mist, ich glaube nicht”. Wir blieben kurz stehen, liefen ein Stück zurück, erblickten einen Streckenposten in der Parallelstraße, an dem wir zuvor vorbei gelaufen waren: “Hallo? Wo geht es hin? Wo müssen wir hin?” Der Streckenposten zeigte in die Richtung, aus der wir gerade gekommen waren. Wir waren falsch abgebogen.

Wir liefen zurück und sahen, wie die zweite Gruppe an Läufern den Berg hinauf rannte: Na dann mal hinterher!

Innerhalb der nächsten 2 Kilometer erhöhten wir das Tempo, überholten die Plätze 5 bis etwa 20, die uns anfeuerten: “Das holt Ihr wieder rein, gebt Gas!” Und schließlich waren wir wieder vorne. Dort blieben wir, dicht zusammen.

Am Ende der Etappe kamen wir fast gleichzeitig ins Ziel: Zwischen dem Ersten und dem Vierten lagen neun Sekunden. Die Abzweigung hat uns 600 Meter gekostet, meine Zeit war trotzdem eine gute Minute schneller als im Vorjahr. Nochmal gut gegangen. Aber Kräfte sparen für die Folgeetappen: Dieser Plan ging so gar nicht auf.

Zurück ins Hotel, das übliche Programm: Duschen, Essen, Blackroll, Schlafen.

Abend-Etappe: Schneewittchen-Etappe. 17 Kilometer, erst Anstiege, dann Ballern bis hinunter ins Sportstadion in Gelnhausen. Mit Zieleinlauf auf der Bahn, das freut den Straßenläufer.

Die Anstiege wurden jetzt insgesamt mehr und erinnerten ein bisschen an ein gut strukturiertes Intervalltraining: Anstieg, kurze Passage bergab und wieder Anstieg, gefolgt von einem flachen Teilstück. So langsam machten sich die Beine bemerkbar. Die Oberschenkel brannten bei den Bergauf-Abschnitten.

Schließlich war der letzte Anstieg der Etappe geschafft, es ging zwischen Feldern Richtung Zielort weitestgehend bergab. Gas geben! Ich rannte und ließ mich treiben.

Bei Kilometer 12 merkte ich plötzlich, dass ich einen Gang zurückschalten musste. Es waren immerhin noch 5 Kilometer und heute war noch nicht der richtige Zeitpunkt für die Leistungsgrenze.

Angesichts der nun doch höheren Temperaturen und dem schattenlosen Rest der Strecke, den ich bis zum Ziel noch zu bewältigen hatte, entschied ich mich dafür, auf die Endbeschleunigung zu verzichten. Ich wäre vermutlich auch nicht mehr in der Lage dazu gewesen. Die berüchtigten Körner, die ich gebraucht hätte, um hier nochmal Tempo aufzunehmen, habe ich auf unserer Extratour in Dornröschens Schlossgarten liegen gelassen.

Erschöpft nahm ich aber auf der Zielgeraden im Stadion nochmal Haltung an und Tempo auf und lief durch das Ziel. Blick auf die Uhr: 30 Sekunden langsamer als im Jahr zuvor. Ich setzte mich mit drei Bechern Wasser und einer Banane auf die Bahn und hörte in mich hinein: Müde, aber bereit für die harte Bergetappe am nächsten Morgen. Mir war dabei klar: Langsam angehen. Entgegen meiner ersten Einschätzung, schienen die Läufer aus den Niederlanden keinerlei Probleme mit den Höhenmetern zu haben, die es hier zu erklimmen galt.

Mein Freund und Coach Andreas, der den Lauf glücklicherweise auch mitgelaufen ist, ermahnte mich: “Lauf DEIN Tempo, lass Dich nicht mitreißen”. Und so war mein Plan.

Tag 3, Etappe 4, die Bergetappe Frau Holles. Sie gilt als die härteste der fünf Etappen, unter anderem wegen des Anstiegs zu den “Vier Fichten”, der sich auf 800 Metern Länge erstreckt. Insgesamt standen in dieser Runde knapp 400 Höhenmeter auf dem Programm.

Wie geplant startete ich vorsichtig. Die Beine brannten auf den ersten Kilometern, dann wurde es besser und ich nahm Tempo auf. Die Strecke zeichnete sich durch viele kurze aber sehr steile Anstiege aus. Ich blieb etwas zurückhaltender auf den flachen Teilen dazwischen, um Kraft für den Schluss der Etappe zu sparen, wo es bergab ging. Außerdem wollte ich den letzten Rest für die fünfte, die Zieletappe am Nachmittag aufsparen. Die Kräfte gingen zur Neige, also galt es, gut damit hauszuhalten.

Nach einer weiteren Kurve auf steinigem Waldboden war es dann soweit: Der Anstieg zu den “Vier Fichten”. Andreas sagte mir vorher: Schau auf den Boden. Schau immer nur auf den Boden und nicht, wie weit es noch ist.” Ganz oben, am Ende der 800 Meter stand eine größere Gruppe von Zuschauern mit Kuhglocken und anderen Jubelutensilien und ich lief ihnen locker entgegen, knapp über Trabtempo.

Oben angekommen, ballte ich die Faust, hob einen Daumen und bedankte mich mit dieser Geste für die Stimmung, die mich nach oben gezogen hatte. Das war easy und es war mir klar: Berg geschafft, ab jetzt geht es 5 Kilometer bergab: Ballern!

Ich sprintete, versuchte auf dem doch sehr steinigen Boden nicht auszurutschen und kam schließlich wieder ins Dorf, wo es nach zwei oder drei Kurven Richtung Ziel ging. Und dann waren auch die Federn Frau Holles aufgesammelt und verräumt. Bergetappe: Check.

Ich war erschöpft, fühlte mich aber verhältnismäßig gut und hatte das Gefühl, das Rennen am Abend zuvor hatte mir mehr abverlangt als die gefürchteten Vier Fichten. Ein Blick auf die Uhr und die Ergebnislisten zeigten aber an: 2,5 Minuten langsamer als im letzten Jahr. Würde ich meine Zeit verbessern wollen, so rechnete ich mir aus, müsste ich die letzte Etappe am Nachmittag in 1:11.00 laufen, ein 4er-Schnitt. Nicht mal Marathontempo. Das müsste doch zu machen sein! Selbst bei Hitze!

Wieder zurück ins Hotel: Ausruhen. Und dann doch hin und wieder ein Blick auf die Temperaturen und in den Himmel: 32 Grad, keine Wolke. Nirgends.

Und dann war es soweit: Die letzte Etappe. Wir kamen an den Start und die Athleten versuchten, jede schattige Stelle zu nutzen, um sich unterzustellen. Ich lief mich etwas ein, begann nach wenigen Sekunden zu schwitzen und merkte den Schmerz in den Oberschenkeln. Letzteres würde sich geben, wenn ich im Rennen und im Flow sein würde, das sagten mir die Erfahrungswerte. Dazu kam: Ich ging ohne Druck an die Startlinie: Der dritte Platz war weg, der fünfte hatte sechs Minuten Rückstand auf mich. Ich lief also “nur” gegen meine Zeit vom letzten Jahr und musste dazu lediglich einen flotteren Dauerlauf hinlegen.

Startschuss, los ging es! Eine winzige vorhersehbare Gemeinheit hatten Hänsel und Gretel auf ihrer Etappe noch vorbereitet: einen kleinen Berg auf den ersten beiden Kilometern. Auch hier ging ich vorsichtig ran, den Rest der knapp 18 Kilometer langen Strecke würde ich dann noch genug Zeit haben, um mein Tempo zu finden.

Es zog sich, es schmerzte aber dann war er auch geschafft: Der definitiv letzte Anstieg war gemeistert und tatsächlich fühlten sich die Beine wieder relativ gut an. Ich lief die nächsten Kilometer deutlich unter 4 Minuten und näherte mich dem angestrebten 4er-Schnitt. Der Berg war wieder wettgemacht.

Und dann ging es aus dem Wald hinaus auf die Felder. Nicht in den Vorgarten, nicht in die warme Stube, sondern direkt in den glühend heißen Ofen des Grimmschen Hexenhauses.

Es waren noch 11 Kilometer zu rennen und ich entschied mich dafür, einen davon langsamer zu laufen, um für die letzten 10000 Meter Kraft zu tanken, nochmal alles zu sammeln, das noch da war.

Als ich dann soweit war und ich wieder zulegen wollte, merkte ich: Es ging nicht mehr. Als erstes machte der Kopf schlapp: “10 Kilometer in diesem Tempo in dieser Hitze - das schaffst Du nicht mehr”. Und wie jeder weiß: Wenn der Kopf nicht mehr will, dann will auch alles andere nicht mehr. Ich wusste, es würde keinen Schatten, keine kühlere Stelle mehr geben und ich konnte mir auch keinen Ausruh-Kilometer mehr leisten, wollte ich meine Zielzeit erreichen.

Ich horchte in mich: Die Beine schmerzten nicht. Sie würden tragen, wie ich es vorausgesehen hatte. Aber das alleine würde nicht reichen. Der Körper sagte: “Sorry, aber jetzt ist gut. Ich bringe Dich ins Ziel. Aber nur, wenn Du jetzt nicht mehr Gas geben willst. Dafür reicht es nicht mehr.” Ich willigte ein.

Ich nahm jeden Becher, der mir an den Verpflegungsstellen gereicht wurde, jeden Schwamm und ich ich war dankbar für jeden Wasserschlauch und jede Dusche, die die örtliche Feuerwehr vorbereitet hatte.

Ich wechselte in mein regeneratives Tempo, das sich immernoch wie ein Höllenritt anfühlte, das ich aber - vielleicht - durchhalten würde. Ich spürte keinen Schmerz, kein Ziehen, keine Herzfrequenz, die zu explodieren drohte, sondern einfach nur eine völlige Erschöpfung, physisch wie psychisch.

Noch eine weitere Kurve, noch ein weiteres Feld. Und die Sonne brannte runter, der Schweiß lief. Das Wasser in den Bechern war auch längst nicht mehr kühl.

Bei Kilometer 12 überholte mich der 5. Platzierte, rief mir zu: Ich habe auch keine Lust mehr. Aber er lief davon.

Mir war klar, meine Zeit vom letzten Jahr würde ich jetzt nicht mehr erreichen, aber den Platz halte ich. Diese sechs Minuten Vorsprung würde ich jetzt nicht mehr verspielen. Also hielt ich durch, machte ein Mini-Fahrtspiel auf niedrigem Niveau daraus.

Und dann, nach elenden 17 Komma Irgendwas Kilometern, als mich nochmal eine kleine Gruppe von Läufern überholte, ging es auf die Zielgerade: Ein leichter Anstieg auf Kopfsteinplflaster direkt vor das Rathaus. Und hier reichte die allerletzte Kraft dann wenigstens doch noch für eine kleine Schlussbeschleunigung. Von Weitem sah ich die Bruttozeit neben dem Zielbogen stehen, die sich Richtung 1:17:00 bewegte. Diese Marke würde sie nicht mehr erreichen: Ich schaffte es knapp darunter.

Im Ziel war ich am Ende. Am Ende der vielleicht härtesten letzten 12 Kilometer, die ich bisher erlebt habe, am Ende meine Kräfte, aber eben auch am Ende eines großartigen, abwechslungs- und ereignisreichen Laufs, der wirklich alles abverlangt hatte, was ich aufbieten konnte.

Die ersten drei Etappen haben zu viel Kraft gekostet, um am Ende nochmal durchzuhalten. Das schnelle Feld, ein paar extra Meter und schließlich ein Faktor, den niemand beeinflussen kann, haben dafür gesorgt, dass mein Plan nicht aufging.

Ich war kurz enttäuscht - als ich die Steinstufen ins Rathaus hinaufstieg und die Dame mich nach meine Shirtgröße fragte. Ich war enttäuscht, als ich dann da saß und den ich weiß nicht wievielten Becher Wasser in mich hinein kippte.

Ich analysierte für mich kurz das gesamte Rennen, alle fünf Etappen und dachte darüber nach, wie wunderbar jeder einzelne dieser Läufe war, weil jede Etappe für sich steht und doch alle zusammenwirken. Ich freute mich über aufmunternde Worte von Andreas und über ein fantastisches Wochenende mit einem einzigartigen Rennen.

Es sind genau solche Erfahrungen, diese “Qualen”, aus denen immer wieder zu erzählende Geschichten entstehen. Es sind diese Unplanbarkeit und Extremsituationen, auf die man gezwungen ist, zu reagieren, es ist dieses enge Zusammenspiel von Kopf und Körper, die Kommunikation mit letzterem, die irgendwo zwischen tiefem Vertrauen und der Lust daran liegt, einem absolut alles abzuverlangen. Es sind diese Dinge, die das Laufen so einzigartig macht.

Es kommt manchmal vor, dass man sich irgendwann bei einem solchen Rennen fragt, warum man sich das immer wieder antut. Aber immer, wirklich immer, folgt sehr sehr kurze Zeit später die Frage: “Wann ist endlich der nächste Startschuss!?”

Denn wenn wir nicht gestorben sind, dann laufen wir noch immer. Immer!

An dieser Stelle: Vielen Dank an das tolle Orgateam des Laufs, Glückwunsch an die Sieger, Dank an die vielen Helferinnen und Helfer an den Strecken und Zielbereichen. Danke aber auch und besonders an Peter, Mike, Andreas G., Steffi, Julian und - wie so oft - Andreas U., der mich zu den Grimms begleitet hat und mit dem ich nun das Projekt “Sub 2:40:00” beim Berlin Marathon angehen werde, worauf ich mich sehr freue. 2 Wochen Regeneration. Dann geht es weiter!

Alle Ergebnisse des Brüder-Grimm-Laufs 2017 (inklusive der Einzeletappen findet Ihr hier).  

Weitere schöne Eindrücke und Stories findet Ihr auf meinem Instagram-Account.

, , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.