LilaBlog

DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Mein Blogstöckchen

Foto Tastatur Am Wochenende hat mir Franziska (@Fran_Muc) ein „Blogstöckchen“ zugeworfen, das ich bisher noch nicht kannte. Ich hatte zunächst ein bisschen Angst, dass ich mich vor laufender Kamera bis an die Grenze zur Bewusstlosigkeit besaufen, das ABC-rückwärts rülpsen oder irgendetwas voll ekliges essen müsse – dass es sich dabei also um ein Social-Beer-Burp-Eating-Game handele. Nachdem ich aber weiß, dass Franziska von diesem Müll ähnlich viel hält wie ich selbst, habe ich das Stöckchen gefangen, lege es vor mir auf den Schreibtisch und beantworte die Fragen, die @Fran_Muc quasi virtuell in das Holzstückchen eingeritzt hat. Was muss ich tun, um Dich so richtig auf die Palme zu bringen? Nachdem ich wohl von den meisten Mitmenschen als eher emotionaler Zeitgenosse gesehen werde, und ich dieser Einschätzung nicht widersprechen würde, braucht es – wenn die Umstände günstig ungünstig liegen, gar nicht so viel. Nimm mir meine Schokolade oder meine Laufschuhe weg, Schwärme von der neuen Platte von Udo Jürgens oder lade mich einfach auf eine Karaoke-Schlagerparty ein und Du wirst vermutlich weißen Dampf aus meinen Ohren herausschießen sehen. Möchtest Du unsere Freundschaft ernsthaft gefährden, lade mich auf eine Party ein, auf der ein Männerballet oder ein Elvis-Double auftritt. Was ist Deine große Leidenschaft? Auch hier gibt es viel. Als größte Leidenschaft muss man als zweifacher Vater wohl die Familie nennen. Das hört sich idealistisch an – ist aber schließlich das, was einen 24 Stunden des Tages doch irgendwie begleitet: Keine Entscheidung ist so einschneidend wie eine, die die eigenen Kinder betrifft – keine Angst so unerträglich wie die um die eigenen Töchter.  Niemand begleitet einen länger als der Partner des Lebens. Daneben gibt es aber natürlich weitere Leidenschaften – meine Leidenschaften des Alltags: Und hier ist sicher ganz oben das Laufen zu nennen. Außerdem: lila Schokolade und Bücher. Mein Verhältnis zu diesen drei Dingen würde ich als „der Sucht sehr nahe“ bezeichnen – sie gehören zur absoluten und nicht verhandelbaren Quality Time eines Tages. Weitere Leidenschaften, poesialbumhaft aufgezählt: Musik, Fußball, Kaffee, Politik, Entertainment, Sport, Pasta, und natürlich: „FRIENDS“ – could there BE any better tv-show? Was fehlt Dir? Zeit, meinen Leidenschaften in befriedigender Weise nachzukommen. Was macht Dich glücklich? Im Großen gesehen ist es die Gesundheit – die eigene und die meiner Liebsten. Auch hier geht vermutlich gleich der Idealismusalarm los und die Binsenweisheitglocke beginnt zu klingeln. Aber so ist es. Körperliches oder seelisches Leiden relativiert oder negiert die großen und die kleinen Freuden des Lebens. Solch kleine Freuden sind: persönliche Bestzeiten, erste Worte, ein gutes Buch, eine lustige Geschichte, einen alten Freund zu treffen und ihn nach dem Treffen noch immer als guten Freund zu bezeichnen,  Lob und nette Worte, ein toller Song, Kinderlachen - #priceless.   Was tust Du, wenn Du unverhofft in einer fremden Stadt einen freien Abend hast? Vielleicht würde ich mich in ein Kaffee setzen. Danach einen ausgedehnten Spaziergang. Ein Stadt sollte man um besten Fall zu Fuß ergründen. Wieso eigentlich dieses Netz? Weil es nicht mehr weg geht. Über die Veränderung der Gesellschaft, der Wirtschaft und überhaupt der ganzen Welt durch die digitale Revolution ist ja schon viel gesagt worden. Trotzdem herrscht noch immer helle Aufregung – selbst Uschi Glas äußert sich zur Diskussionskultur im Internet. Das Internet macht die Welt nicht besser oder schlechter, aber es lässt uns vielleicht, nachdem sich die Gemüter abgekühlt haben, die Frage stellen: Wie muss unsere Gesellschaft eigentlich aussehen? Aber ich kann die Frage, warum ich selbst ein digitaler Mensch bin, auch ganz profan beantworten: Ich war schon immer schlecht im Kartenlesen, fand es immer nervig, mich durch Lexika zu blättern und ich hasse Zeitverschwendung. Außerdem finde ich es cool, meinen personal Coach mit dem Branding meiner Lieblingssportmarke beim Laufen am Arm zu haben. Punkt. Was machst Du mit gewonnenen 34 Millionen Euro? Ja, ich glaube ich mache dann wirklich erstmal eine große Party. Mit allen Freunden – aus München – aus Berlin, aus sonstwo. Dann würde ich ein bisschen einkaufen gehen – mal sehen, in welchen Städten... Und dann gibt es natürlich noch einen langweiligen Teil: Wohnraum in meinen beiden Lieblingsstädten in Deutschland, einen größeren Teil anlegen, einen Teil an die Kinder, einen Teil spenden. Was ich definitiv NICHT tun würde: Ein teures Auto kaufen und aufhören zu arbeiten. Never! Was würdest Du nie und nimmer tun? Ein teures Auto kaufen und aufhören zu arbeiten, wenn ich 34 Millionen Euro gewonnen hätte. Welches Buch muss ich warum lesen? Diese Frage im Singular zu beantworten ist völlig unmöglich. Es gibt zu viele gute Bücher. Ich habe mal welche in dem großartigen Blog bei @citoyenberlin empfohlen und (weil das in diesem Netz ja so einfach geht), verweise einfach darauf: http://notizhefte.wordpress.com/2013/12/15/die-liste-bilanz-und-empfehlungsvergleich/ Und hier sind meine Nominierungen: -Eben jener @citoyenberlin, meinen Kaffeehaustouristen-Freund, der liest, läuft und sich mit Tee und Kaffee gleichermaßen gut auskennt. -@plpppr, mit der ich die Linguistenfahne hochhalte. -@Jens_Roeskens, weil er der Schnellste von allen ist. Die Fragen: Ich möchte die gleichen stellen, die auch ich beantwortet habe, weil mich die Parallelen und Unterschiede interessieren – und ich die Fragen gut finde.

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