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DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

MIIEGO-Kopfhörer Modell AL3+ Freedom: Der Test

Musik ist ein ganz wichtiger Bestandteil meines Trainings – das dürfte inzwischen bekannt sein. Sie pusht, sie macht die Sessions kurzweiliger, sie regt zum Nachdenken an oder klingt einfach nur gut.
Ich trainiere täglich, manchmal kürzer, manchnal länger, bei Hitze, Kälte, Sonne, Regen.

Nicht immer hält das technische Equipment mit und die größten Enttäuschungen erlebte ich bisher bei Kopfhörern.

Dabei waren drei Dinge immer das Problem:

Entweder ist das Kabel nach wenigen Wochen gebrochen oder hatte einen Wackelkontakt. Oder die Geräte verrutschten oder kamen nicht damit klar, dass man beim Sport durchaus auch mal schwitzt. Oder der Sound fiel ein- oder sogar beidseitig bei einer bestimmten Temperatur im Minusbereich aus.

Oder all dies passierte gleichzeitig.

Irgendwann habe ich mich dann entschieden, die kabellose Bluetooth-Variante zu probieren und stieß auf der Laufmesse am Rande des Hamburg Marathons vergangenes Jahr auf MIIEGO.

Ich testete ein Modell kurz am Messestand. Es machte einen guten Eindruck.

Seit Dezember letzten Jahres nutze ich die Kopfhörer nun, genauer: Das Modell AL3+ Freedom.

Und nach nun fast dreimonatiger Nutzung, davon beteits fünf Wochen Marathonvorbereitung, ist Zeit für ein Fazit.

Der Sound ist richtig gut, klar und die Bässe betreffend ausgewogen. Vor allem (und das ist für mich wichtig): Sie bieten eine sehr ordentliche Maximal-Lautstärke.

Zweiter absoluter Pluspunkt: Kälte schreckt die MIIEGOS nicht ab. Ich habe für mich die Regel, dass ich bei Temperaturen, die unter -6 Grad liegen, nicht mehr draußen laufe. Das machen die AL3+ Freedom locker mit.

Lediglich ein leichtes Knistern bei den Bässen ist bei Kälte zu vernehmen. Das halte ich für akzeptabel.

Was das Bluetooth-Signal angeht, hatte ich bisher bei nahezu täglicher Nutzung noch nie ein Problem. Ich trage mein Smartphone am Oberarm, oder habe es auf der Ablage des Laufbands oder neben dem Band liegen. In ganz seltenen Fällen gab es mal eine ganz kurze Unterbrechung, die keine halbe Sekunde dauerte. Diese kurzen Breaks sind so selten und so kurz, dass man sie ohne Probleme „überhören“ kann.

Der absolute Hammer aber ist der Tragecomfort. Man sieht es ihnen nicht unbedingt an und auch ich war aufgrund des minimalen Gewichts und der fast schon instabil wirkenden Elastizität anfangs skeptisch: Aber die MIIEGOS verrutschen auch bei harten Sprinteinheiten keinen Milimeter! Durch den verformbaren Kunststoffbügel schmiegt sich das Gerät perfekt an den Hinterkopf. Man kann sogar eine Mütze drüber tragen.

Man spürt, dass die Kopfhörer sitzen, ohne den geringsten Druck auszuüben. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich mag es eigentlich nicht, wenn Schuhe, Kleidung oder Wearables so unauffällig oder leicht sind, dass man sie überhaupt nicht bemerkt. Ich möchte statt dessen fühlen, dass alles in Ordnung ist. Und die MIIEGOS verhalten  sich genau so: Sie drücken nicht, aber man merkt: Sie sind da.

Auch praktisch ist das Bedinungsmodul an der rechten Seite, worüber sich die Musik an- und ausschalten lässt, man zwischen den Tracks hin- und her switchen und Anrufe annehmen kann.

Was ich mir noch wünschen würde, ist eine Batteriestatusanzeige. Es soll zwar ein Warnsignal geben, wenn man nur noch etwa 30 Minuten zu hören hat – da mein Training aber meistens deutlich länger dauert, lasse ich es nie soweit kommen und lade auf Gutdünken alle paar Tage auf.

Insgesamt also und als Zusammenfassung: Das könnte eine lange und erfolgreiche Partnerschaft werden. Ein Trainingspartner, wie ich ihn mir wünsche!

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