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Nike+ kann jetzt auch Spotify – ein Test

Mit dem aktuellen Update der NIKE+ App gibt es jetzt die Möglichkeit, seinen Spotify-Account zu integrieren. "Endlich!" möchte man jubeln (das habe ich auch - laut durch das Wohnzimmer!) und habe es natürlich heute Morgen gleich ausprobiert. https://twitter.com/Spotify/status/623183026667790336 Es handelt sich dabei also um einen Erstbericht, keine umfassende Rezension, aber der erste Eindruck entscheidet ja nicht nur beim Kennenlernen zwischen zwei Menschen über den weiteren Verlauf einer Beziehung... Zunächst: Die Einrichtung der Funktion funktioniert ohne Probleme und denkbar einfach in der NIKE+ App. Man muss lediglich seine Spotify-Daten (Nutzername und Passwort) eingeben und das war's. Anschließend kann man bei jedem Lauf auf der Startseite ganz einfach einstellen, welche Quelle man für seine Musik verwenden möchte: iTunes, Spotify oder "keine/andere". Und beim Start des Laufs wird sofort klar: Es ist einfach schön, alles in einer App zu haben. Pluspunkt. Mir ist aufgefallen, dass ich über die NIKE+ App allerdings nur Zugriff auf meine Playlists habe, und auch nicht auf alle. Die Alben oder ältere Listen tauchen nicht auf. Auf einen entsprechenden Tweet antwortete Nike (wie immer) umgehend: Ich habe zwar die richtige Version, kann die Aussage vom Support-Team aber leider noch nicht bestätigen. Gehen wir davon aus, dass dieser Bug in Kürze behoben wird. Vorgesehen scheint es jedenfalls zu sein. 3Was leider auch noch nicht geht, ist, sich seinen PowerSong über Spotify auszusuchen, also den Song, den man sozusagen aus dem Stand heraus, sofort mit einem Tap starten kann, wenn man gerade einen besonderen Motivationsschub auf der Strecke braucht. Diese Funktion bleibt (vorerst) iTunes vorbehalten. Schön dagegen sind die vorgeschlagenen Listen, der "Temposoundtrack". Hier kann man sich Genre- oder an bestimmte Künstler orientierte Playlists aussuchen, die dann auch unterschiedlichen Geschwindigkeiten anpassen.   2 Ich nehme eine von mir vorbereitetet Playlist. Nach dem ersten Kilometer, also beim ersten Audiofeedback, wird mir klar: Irgendetwas stört. Und bei der zweiten Durchsage wird mir auch klar, was es ist: Die Musik unterbricht bei der Kilometer- und Geschwindigkeitsansage komplett und wird nicht nur gefaded, wie das bisher immer der Fall war, wenn ich NIKE+ und Spotify parallel habe laufen lassen. Das mag für manche albern klingen oder nicht der Rede wert sein, und vielleicht bin ich da auch etwas laufdivenhaft, aber mich stört das erheblich.  Bei Kilometer 12 passiert dann aber etwas, was definitiv nicht passieren darf. Die Musik bricht ab. Komplett. Und ich bin zu etwas gezwungen, was ich wirklich hasse: Ich muss meinen Lauf unterbrechen, in der NIKE+ App auf Pause drücken und stehenbleiben. Ich verbinde Spotify erneut, starte die Musik und meinen Lauf wieder und... wieder bricht der Song ab. Nichts mehr zu hören. Wieder bleibe ich stehen, die Menschen machen vermutlich wegen meines Gesichtsausdrucks einen großen Bogen um mich. Nochmal versuche ich es nicht: Ich trenne die Verbindung, starte die Spotify App parallel und lasse sie unabhängig und zu NIKE+ laufen.  Meine letzten Kilometer des Laufs kann ich endlich ungestört genießen, die Ansagen legen sich deutlich aber dezent vor die Musik, die nur leiser wird und nicht abrupt ganz verschwindet und ich komme versöhnt und gut gelaunt am Ziel an. Wie gesagt, das war ein erster Versuch und ich erlaube mir hier kein Urteil, das nur auf einem einmaligen Ausprobieren beruht. Vielleicht liegt der Spotify-Crash auch am iPhone, das sich ja manchmal auch sehr divenhaft verhalten kann (siehe den Beitrag über Laufen bei Kälte).  Aber vorerst, weil das Gefühl noch nicht passt und der Mehrwert sich in Grenzen hält, werde ich auch weiterhin Spotify und NIKE+ parallel nutzen, wenn ich laufe. Unabhängig voneinander sind das nämlich meine beiden App-Lieblinge. Probieren wir es vielleicht in ein paar Monaten nochmal.

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2 thoughts on “Nike+ kann jetzt auch Spotify – ein Test

  • Laszlo sagt:

    Bis jetzt habe ich leider während des Laufens die Spotify-Anbindung testen können. Bis jetzt habe ich nur Nike+ und Spotify verbunden, was ebenfalls ohne Probleme funktioniert hat.
    Die Playlist-Only-Sache wird mich wohl nicht stören, glücklicherweise habe ich nämlich über die letzten Monate realativ viele (passende) Playlists in Spotify erstellt.
    Ein absolutes No-Go wäre es für mich allerdings auch, wenn die Musik während des Laufens abbrechen würde. Ich versuche ja schon immer möglichst weit von Ampeln oder Kreuzungen entfernt zu sein. 😉

  • Karlos sagt:

    Naja also für mich war und ist Spotify immer Nr.1. Allerdings habe ich ein Android Smartphone, also könnte wirklich an deinem iPhone liegen.
    Viel Spaß beim Laufen, Leute !

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