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DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Lyriktipp – Der Panther

Eines meiner Lieblingsgedichte, ein unglaublich ausdrucksstarkes aber auch unendlich trauriges, ist "Der Panther". Nehmt Euch ein paar Minuten und führt es Euch zu Gemüte. Der Panther Im Jardin des Plantes, Paris Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe 
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. 
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe 
und hinter tausend Stäben keine Welt. 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, 
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, 
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, 
in der betäubt ein großer Wille steht. 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille 
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, 
geht durch der Glieder angespannte Stille - 
und hört im Herzen auf zu sein. -Rainer Maria Rilke, 1902

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