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Nach dem WHEW100 – Wie geht es jetzt weiter?

Der WHEW100, mein 100k-Debüt, ist Geschichte und wird doch lange nachwirken. Ich würde behaupten, dass mein Weg zum Ultralaufen damit endgültig besiegelt ist und ein neues Kapitel meiner Laufgeschichte begonnen hat. Meine Vermutung, dass mein erster 100-Kilometerlauf mindestens so einschneidend sein würde wie mein erster Marathon, hat sich bestätigt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die vielen sehr lieben Kommentare und Nachrichten bedanken, die ich nach dem Rennen erhalten habe. Das ist eine große Motivation für mich!

Anstatt in das berüchtigte Loch zu fallen, das nach einem solchen Hauptwettkampf bisweilen droht, habe ich die unmittelbare Regenerationsphase genutzt, um konzeptionell durchzudenken und vorzubereiten, was Körper und Geist in der (vor allem näheren) Zukunft umsetzen sollen. Ich habe den Rest der Saison geplant – und auch die Richtung bestimmt, in die es darüber hinaus gehen soll.

Foto: Heiko Grimm

Da galt es zunächst eine Entscheidung zu fällen, die mir von Herzen schwer fiel: Ich werde den Brüder-Grimm-Lauf (BGL) 2019 leider nicht laufen können. Das liegt weniger daran, was bis dorthin passiert, sondern eher daran, was danach auf der Agenda steht. Denn ich habe mich entschieden, es in diesem Herbst nochmal wirklich wissen zu wollen: Kann ich den Marathon in einer Zeit unter 2:40:00 laufen?

Ich bin überzeugt davon, dass ich das kann. Aber ich brauche den nötigen Fokus und die volle Konzentration auf dieses Ziel, das ich Ende September in Berlin erreichen möchte. Und dafür ist es nötig, hunderprozentig fit und regeneriert in das spezifische Training zu gehen. Das wäre mit einem BGL nach dieser ersten Jahreshälfte kaum möglich und so muss ich das großartige Rennen in diesem Jahr für mich ausfallen lassen.

Der kommende Sommer steht also ganz im Zeichen des Berlin Marathons und für mich gibt es diesmal nur ein Ziel A, kein B und kein C. Es gilt: sub 2:40. Now or never.

Wer weiß, vielleicht werde ich auch in Zukunft immer wieder einmal sehen, was auf der Marathondistanz noch drin ist und grundsätzlich werde ich den 42,195 km sicher nie endgültig den Rücken kehren (das wäre auch trainingsphilosophisch unklug).  2020 soll nun aber ein echtes Ultrajahr werden und ich werde es (fast schon traditionell) mit dem Rodgau50 starten. Nicht nur, aber auch, weil ich dort noch eine Rechnung offen habe.

Ich freue mich darauf, die kommenden neuen Kapitel meines Lauflebens mit einem neuen Begleiter zu schreiben und Adrian Gulz von nun an (und bereits bei der Auswertung des WHEW) als Trainer an meiner Seite zu haben.

Let’s run this!

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2 thoughts on “Nach dem WHEW100 – Wie geht es jetzt weiter?

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