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DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

RoadToBerlin 2017 – Mein Projekt #sub240

Neulich hat mich mal jemand gefragt, ob ich ihm den Marathon in München empfehlen könne. "Ja, kann ich unbedingt. Super Strecke: flach, attraktiv und die Stimmung ist auch gut. Und Hallo: Zieleinlauf im Olympiastadion. Schon sehr schön!"

Ich selbst bin den München Marathon bisher zwei mal gelaufen - es war sogar mein erster Marathon überhaupt, damals, 2012.

Und in diesem Zusammenhang ist mir eingefallen, dass ich ja auch schon damals ein bisschen darüber gebloggt habe, was und wie ich so laufe und wie ich mich auf diesen zweiten München Marathon (das war 2013) vorbereite. Wie war die URL denn gleich nochmal...: "MyMunichMarathon.tumblr.com" - und tatsächlich: Den Blog gibt es noch.

Meinen ersten Marathon finishte ich in knapp unter 03:13. Das Jahr darauf in 03:10:17 und ich weiß noch, dass ich völlig am Ende war. Völlig. Wieder ein Jahr später, das war dann mein erster Berlin Marathon, lief ich unter 3 Stunden und so nahm die Marathon-Liebe bekanntlich ihren Lauf (spontane Wortspiele sind nicht immer, aber doch oft die besten...).

Ein paar Jahre und einige Wettbewerbe weiter stehe ich heute am Ende der zweiten Grundlagenwoche für den Berlin Marathon am 24. September. Es wird mein 9. Marathon sein.

Mein Training ist im Großen und Ganzen, vor allem aber im Detail, überhaupt nicht mehr mit dem aus der Münchner Zeit zu vergleichen und hat sich im letzten Jahr nochmal grundlegend geändert (ich habe davon im Zusammenhang mit dem Hamburg Marathon berichtet) und seit ein paar Wochen schreibt mir der großartige Lauftyrann Andreas Urbaniak auf mich spezifisch zugeschnittene Trainingspläne. Ich weiß, es gibt in der Communitiy durchaus zwiespältige Meinungen zu Trainingsplänen und ich habe hier ja auch schon mal meine Zweifel geäußert. Dazu ist aber zu sagen, dass ein auf einen selbst zugeschnittener Trainingsplan eben ganz anders funktioniert, als einer, den man sich aus einem Laufbuch oder von einer Website runterlädt.

Meinem Coach kann ich Feedback geben, er gibt mir Tipps, auf die ich niemals gekommen wäre, er kennt mich, lässt mir Freiheiten und meckert auch mal (ich weiß, ich bin nicht immer so einfach zu trainieren). Und ich merke, dass mir das gut tut und (bisher zumindest) sehr gut funktioniert.

Hamburg lief trotz der äußerst unangenehmen Umstände (Hagel, Regen, Kälte) gut, richtig gut und wie glücklich ich war, kann man an anderer Stelle in diesem Blog nachlesen.

Jetzt also befinde ich mich auf der "Road to Berlin", mein Heimspiel und nach dem Marathon in der Hansestadt und dem Brüder-Grimm-Lauf im Main-Kinzig-Kreis der dritte, der absolute Höhepunkt des Laufjahres 2017.

Bisher läuft es. Trotz der sehr anstrengenden Wettbewerbe der ersten Jahreshälfte (vor allem der Grimm-Lauf hat mich diesmal deutlich mehr mitgenommen, als ich das erwartet hatte), fühle ich mich gut regeneriert. Die ersten beiden "Berlin-Wochen" waren abwechslungsreich und intensiv, ohne ans Maximum bei den Umfängen zu gehen. Zum Beginn der Woche ist das Tempo moderat, dazu gehört dann allerdings auch ein 60-minütiger Nüchternlauf, der effektiv ist, den ich aber nicht besonders mag. Der Körper braucht dann nämlich besonders lang, um irgendwie in die Gänge zu kommen. Als Kaffeejunkie macht das nicht immer wirklich Spaß.

Spinning, Yoga, Stretching, Lauf-ABC und wöchentliches Krafttraining bleiben natürlich auch feste Bestandteile der Vorbereitung und gerade Yoga und das regelmäßige Training im Studio machen das Laufgefühl deutlich stabiler.

Das Training auf der Bahn konzentriert sich im Moment auf die Wochenmitte und Freitag, wobei Mittwoch mit zwei ziemlich intensiven Tempoeinheiten plus Kraft und Stabi der Baller-Tag ist.

Und das Ziel steht: Die nächste Hürde knacken. Sub 02:40:00... Ob ich es schaffe, weiß ich nicht, wie das eben immer so ist mit Zielen. Immerhin sind das etwas mehr als 3 Minuten schneller als meine momentane Bestzeit, was auf den Kilometer etwa 5-7 Sekunden ausmacht. Das klingt nicht viel, kann im Wettbewerb aber eine kleine Ewigkeit sein.

Ich bin jedenfalls gespannt, was noch alles so möglich ist, auf der Marathon-Distanz. Denn auch, wenn ich das Laufen auch um des Laufens willen liebe, brauche ich ein Ziel, das ich zu erreichen suche, eine Marke, die ich überschreiten, eine Hürde, die ich nehmen möchte. Im September wird diese Hürde bei 2 Stunden und 40 Minuten liegen. Sie zu überspringen, daran wird jetzt gearbeitet.

Notes:

Bericht über den ersten Berlin Marathon

Bericht über den Brüder-Grimm-Lauf 2017

 

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