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DIe Welt extrem subjektiv betrachtet

Ein Meilenstein in Wuppertal – Der WHEW100 und mein 100K-Debüt

Warum entscheidet man sich, 100 Kilometer am Stück zu laufen? Und das auch noch möglichst schnell? Was passiert da mit dem Körper und dem Kopf und wie bereitet man sich darauf vor?

Einige dieser Fragen kann ich nun beantworten. Die nach dem Warum allerdings nicht.

Denn es gibt keinen vernünftigen Grund, an an einem Ultramarathon teilzunehmen.

Wir Menschen müssen keine Nahrung mehr sichern, indem wir sie über Stunden verfolgen, wir müssen nicht mehr auf die Jagd gehen und unendlich lange durch die Wälder streifen, um Schnelligkeit durch Ausdauer zu überwinden.

Und dennoch: Dafür, dass man etwas vermeintlich völlig Sinnloses macht, wie beispielsweise an der Startlinie eines 100-Kilometer-Rennens zu stehen, erfährt man eine Erfüllung, die schlicht nicht in Worte zu fassen und damit auch nicht annähernd adäquat erklärbar ist.

Als ich vor zwei Jahren in Rodgau meinen ersten Ultralauf über 50 Kilometer absolviert hatte, war für mich klar, weiter in diesem Bereich zu arbeiten. Irgendwann würde über die Marathondistanz nicht mehr viel auszubauen sein und ich habe mich entschlossen, nicht mehr nur das Tempo, sondern auch und vor allem die Distanzen zu erhöhen.

Und somit war klar, dass ich mich auch bald schon auf die 100 Kilometer-Distanz begeben wollte.

Die Wahl fiel auf den WHEW100, weil er zunächst terminlich perfekt in den Jahresplan gepasst hatte. Außerdem war vom Zeitpunkt der Anmeldung bis zum Rennen ausreichend Zeit für eine gute Vorbereitung.

Über Letztere habe ich an anderer Stelle schon berichtet, nun also war es endlich soweit. Raceday. Es folgt der Rennbericht eines Laufereignisses, das für mich ein einschneidendes und wegbestimmendes war.

Ein wichtiges Rennen beginnt meistens schon Tage vorher mit der fast schon manischen und stündlichen Überprüfung der Wetterprognose, die in meinem Fall nicht ermutigend war. Vorhergesagt waren Temperaturen zwischen 3 und 7 Grad und eine Mischung aus durchgehendem Regen und Schneeschauern.

Nachdem ich dann für mich beschlossen hatte, die Gedanken nicht an Dinge zu verschwenden, die man ohnehin nicht ändern kann und Bedenken durch Optimismus zu ersetzen, war mein Fokus wieder ganz darauf, wie ich mein Rennen gestalten würde.

Der Optimismus sollte sich auszahlen. Das Wetter war nicht gerade frühlingshaft, aber es blieb weitestgehende trocken, wenn auch doch sehr kalt.

Heiko, der mein Fahrradbegleiter war, und ich holten am Freitagnachmittag nach einer entspannten Anreise in Wuppertal die Startunterlagen am Mirker Bahnhof in “Utopiastadt” ab und haben dort bereits eine Idee von der Herzlichkeit und den familiären Charme des Wettbewerbs erfahren.

Dann, am Samstag um 7 Uhr wurde es ernst und es ist immer ein magischer Moment der Ruhe und gleichzeitigen Angespanntheit, wenn monatelange Vorbereitung und Konzentration endet und alles Gesammelte, Erarbeitete und Erträumte in die Realität umgesetzt werden muss. Wie Sonnenstrahlen durch ein Brennglas sammelt sich alles auf diesem einen Punkt, geht dorthin, wo die Wahrheit eines jeden Ausdauersportlers liegt: auf die Strecke.

Der Startschuss fiel – ohne tatsächlichen Startschuss, sondern durch ein euphorisches “Los!” von Guido Gallenkamp, der den WHEW100 mit seinem Team in den letzten Jahren zu dem gemacht hat, das er heute ist.

Es ging auf die Strecke, die mit einem Wendepunkt nach 400 Metern begann, an einem bunten Zelt vorbei, dass in meinem Kopf einige Stunden später noch eine gewisse Rolle spielen sollte.

Nach 800 Metern stießen dann die Fahrradbegleiter auf Ihre Läufer. Heiko war da, und ich schaltete in den Modus “ins Rennen finden”.

Die Strecke begann flach und auf Asphalt, es ging durch einen ersten von insgesamt mehreren Tunneln und ich kam sehr schnell in eine Pace, die sich absolut natürlich, locker und fast schon selbstgesteuert anfühlte. Ich war schneller, als ich mir dies aufgrund meiner Berechnungen vorgenommen hatte, entschloss mich aber dazu, das Tempo zu halten.

Nach wenigen Kilometern war ich an der Spitze mit zwei weiteren Läufern und die Strecke zeigte, dass es sich keineswegs um einen flachen Kurs mit wenigen Höhenmetern handelte. Es ging hoch und runter durch kleine Ortschaften, es wurde von Straße auf Gehwege gewechselt und schließlich landeten wir wieder auf Fahrradwegen und alten Bahntrassen.   

Auf dem ein oder anderen Bergab-Segment entschied ich mich dafür, es laufen zu lassen und nicht übermäßig abzubremsen. Zum Einen würde das unnötig Kraft kosten und zum anderen rechnete ich damit, am Ende jeden auch noch so kleinen Zeitpuffer gut gebrauchen zu können.

Nach gut 20 Kilometern liefen wir zu Zweit an der Spitze, hinter uns Heiko und die Führungsfahrräder. Eines davon war ein Soundbike, das nicht gerade die Musik spielte, die ich auf meiner eigenen Playlist für einen Motivationsschub wählen würde – aber das nur am Rande.  

Irgendwann übernahm ich für einige Kilometer die Führung, schließlich aber setzte der Kollege hinter mir nochmal eine Tempophase ein und war an mir vorbei. Ich entschied mich dazu, die Verfolgung nicht aufzunehmen. Es war viel zu früh im Rennen, um an irgendwelche Manöver zu denken und ich wollte ohnehin nicht taktisch laufen.

Es wurde einsam, ich lief im Takt, es lief eigentlich von selbst und neben mir fuhr Heiko, der mich zuverlässig immer wieder daran erinnerte, meinen zuvor minutengenau geplanten Verpflegungsplan einzuhalten. Immer um ‘20 ein Fruchtmus, um ‘40 ein Gel und zur vollen Stunde gesalzenen Kartoffelstampf. Flüssigkeit in Form eines Maltodextrin-Drinks gab es nach Bedarf.

Ich war im Flow, es lief wie ein Uhrwerk, kostete mich keine Anstrengung und ich hatte mein Tempo gefunden. Außerdem hatte es noch immer keinen Tropfen geregnet und hin und wieder blitzte die Sonne durch die Wolkendecke. Ich betrachtete das Wetter, das ganz anders war als befürchtet, als ein Geschenk, das ich dankend annahm.

Was ich nicht wahrnahm, war, dass es doch sehr kalt war, und bereits nach 10 Kilometern hatte ich meine Handschuhe abgelegt und sie an Heiko übergeben, der sie auf dem Fahrrad wesentlich besser gebrauchen konnte.

An der Marathonmarke hörte ich wieder gründlich in mich hinein. Ich merke so langsam die Arbeit in den Beinen, fühlte mich aber noch immer locker und es lief, ohne dass ich mich großartig anstrengen musste. Ich konnte das eigentlich etwas zu hohe Tempo ohne Probleme halten und nahm dabei auch die wunderschöne Landschaft wahr. Hin und wieder wechselte ich ein paar Worte mit Heiko, blieb aber konzentriert und fokussierte mich auf den Lauf.

Die Verpflegung funktionierte ohne die geringsten Probleme. Der Magen nahm alles an, nichts gluckerte oder erzeugte Druck, wo man ihn nicht haben möchte. Es lief, wie ich es mir besser nicht hätte träumen können.

Wir kamen an die 50k-Marke und an den Baldeneysee. Hier traf man einige Läufer und kleinere Laufgruppen, die uns entgegen kamen, freundlich grüßten und uns anfeuerten. Immer wieder lächelte ich, und zu diesem Zeitpunkt war es auch nicht gestellt und nur zum Teil mentale Strategie.

Bei Kilometer 60 sagte ich zu Heiko: “Jetzt beginnt mein Neuland”. Ich war noch nie weiter als diese Distanz gelaufen. Jetzt also ging das Rennen richtig los.

Als der See passiert war, ging es ein steiles Stück nach oben, über eine Brücke und auf einen Weg zwischen Feldern. Ich merkte meine Beine nun deutlich.

Plötzlich überholte uns ein Läufer. Ich blickte zu Heiko und fragte: “Staffel?” Er fuhr nach vorne, spionierte die Startnummer, kam zurück zu mir und antwortete: “Einzelläufer”. Damit war mir klar: Ich war auf dem dritten Platz und damit etwas nach hinten gerutscht. Auch dies nicht unbedingt ein Motivationsschub.

Die Beine begannen nun, an der einen oder anderen Stelle zu schmerzen, eine gewisse Erschöpfung machte sich breit. Ich griff immer wieder zur Trinkflasche.

Irgendwann nach Kilometer 65 kam ein Verpflegungspunkt und ich signalisierte, dass ich nun zum ersten Mal kurz stehen bleiben würde, um mich zu verpflegen. Am VP angekommen, bat ich um einen ISO-Getränk und griff zusätzlich nach einem Becher Cola. Es sollte nicht der letzte sein an diesem Tag.

Dort traf ich wieder auf den Läufer, der mich gerade überholt hatte. Er lief weiter und ich musste ihn ziehen lassen.

Ich lief wieder an und merkte, dass nun das kommen würde, mit dem ich gerechnet hatte, aber noch nicht wusste, wie es sich anfühlen würde: Die erste Krise. Es war noch etwas weniger als ein Marathon und ich merkte, ich würde das Tempo nicht halten können. Ich war froh um meinen Puffer aus den ersten beiden Dritteln des Rennens. Aber würde er halten?

In der rechten Wade begann die Muskulatur zu zucken und zu schmerzen und ich hoffte, die Reaktion würde nicht in einem Krampf enden. Ich versuchte, den Schmerz auszuhalten, einfach weiter zu laufen, die Zähne zusammenzubeißen.

Ich griff nun öfter zur Getränkeflasche und blieb auch beim nächsten Verpflegungspunkt stehen, um einen oder zwei Becher Cola zu tanken und lief wieder an. Immer wieder zuckte es in der Wade und auch die Oberschenkel machten sich bemerkbar. Ich nahm den Schmerz an und wusste, solang es kein stechender war, ist alles, wie es sein sollte.

Irgendwann setzte dann ein leichter Regen ein, der in einen kurzen Hagelschauer überging und ich sah die weißen Kügelchen auf meinem Oberteil. Wirklich wahrgenommen habe ich den Niederschlag nicht und sagte mir nur: Auch das wird Dich nicht brechen. Weiterlaufen.

Nach einer weitern Zeit war es dann nur noch ein Halbmarathon bis zum Ziel. Die Schmerzen blieben, wurden aber nicht schlimmer. Wir hielten unseren Verpflegungsplan ein und ich wechselte wieder in den Geh-Modus, um meinen Kartoffelstampf zu mir zu nehmen. Das entlastete die Beine und gab mir Kraft, nach ca. 15 bis 20 Sekunden lief ich wieder an.

Ein weiterer Läufer überholte mich. Ich nahm es zur Kenntnis und war in meinem eigenen Rennen.

Ich sagte zu mir und meinem Körper: “Komm, wir ziehen das zusammen durch. Wir machen das gemeinsam.” Immer wieder blickte ich auf meine Uhr und versuchte mir auszurechnen, wie lange ich noch brauchen dürfte, um unter den 8:15:00 zu bleiben. Nachdem durch die durchlaufenen Tunnel immer wieder das GPS-Signal unterbrochen wurde, musste ich mich an den offiziellen Kilometerangaben und der verstrichenen Zeit orientieren. Er würde knapp werden, aber es würde machbar sein.

Bei Kilometer 88 hatte ich noch etwas mehr als eine Stunde Zeit, was einer Pace von knapp über 5 Minuten entsprach. Die Schmerzen waren nicht schlimmer geworden, ich wusste, der befürchtete Krampf würde nicht kommen und durch die gewissenhafte Verpflegung (ich griff bei jedem VP zu einem Becher Cola und nahm weiter meine Gels) hat sich auch der Grad meiner Erschöpfung nicht wesentlich zum negativen verändert.

Wir liefen durch einen weiteren Tunnel und dann kam die 90 Kilometer-Marke. 90 Prozent waren geschafft und “ein 10er geht immer”. Ich sagte mir: Es ist nur noch die Distanz von meiner Haustür, eine Runde im Hauspark und zurück zur Haustür. Der Punkt, ein Rennen abzubrechen, war vorbeigezogen. Bei 10 Prozent Reststrecke bricht niemand mehr ab.

Ich rechnete und wusste, die Zeit, die ich mir vorgenommen hatte, zumindest das “Ziel B”, unter 8:15:00 zu bleiben, war noch immer möglich und ich hielt das Tempo, legte sogar wieder etwas zu.

Etwa sieben Kilometer vor dem Ziel sollte der letzte Verpflegungspunkt sein. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht mehr, ob dort wirklich einer war. Ich bin jedenfalls nicht mehr stehen geblieben.

Etwa fünf Kilometer vor dem Ziel setzte Gegenwind ein. Ich biss die Zähne zusammen und sagte: “Auch Du wirst mich nicht mehr brechen”.

Heiko sagte zu mir: “Du bist gut in der Zeit, noch fünf Kilometer.” Auch meiner Uhr hatte ich 97 Kilometer stehen und hoffte, dass Heiko sich mit der Distanz irrte, wusste aber auch, dass seine Angaben aufgrund der genannten GPS-Ausfälle meiner Uhr durch die Tunnels verlässlicher waren.

Ich lief weiter und die Splitzeiten nach jedem absolvierten Kilometer zeigte mir, dass ich es tatsächlich schaffen konnte. Ich merkte, dass das Tempo wieder schneller wurde. Die Beine schmerzten, aber sie würden “mitgehen”, sie würden es aushalten. Mein Körper würde mich nicht im Stich lassen, mein Kopf nun auch nicht mehr. Es waren nur noch weniger als zwei Meilen!

Dann sah ich ein Fähnchen in den WHEW-Farben an einem Baum hängen: “98 Kilometer”. Ich erinnerte mich an das bunte Zirkuszelt, das sich im Startbereich befand und immer wieder hoffte ich, es würde nach der nächsten Kurve zu sehen sein und endlich die Zielgerade ankündigen. Noch war es nicht soweit.

Noch Zweitausend Meter und noch etwas weniger als 10 Minuten Zeit. Es würde knapp werden, aber jetzt würde ich nochmal alles investieren, was ich hatte, jeden Schmerz aushalten, nicht mehr langsamer und vielleicht sogar noch ein paar Sekunden schneller werden. Ich zog an.

Noch eine Meile. Dann noch ein Kilometer. Und dann sah ich es: Das bunte Zelt, die letzte leuchtete mich an. Die letzte Kurve lag vor mir. Nochmal erhöhte ich das Tempo, passierte den Wendepunkt, den wir beim Start umlaufen mussten. Noch 400 Meter, das Ziel lag unmittelbar vor mir. Und dann überquerte ich die magische Linie.

Ich stoppte meine Uhr: 8:14:14 (dies war dann auch die offizielle Zielzeit). Ich wankte und bekam eine Medaille in die Hand (ich weiß leider nicht mehr von wem, ich glaube, von einem stolzen Kind und ich weiß nicht mehr, ob ich mich dafür bedankt habe. Ich hoffe es.)

Ich sah Heiko vom Seitenrand auf mich zulaufen, fiel ihm in die Arme und ließ meinen Emotionen freien Lauf.

Was ich in diesem Moment alles gedacht habe, kann ich nicht mehr wiedergeben. Es sind Gefühle, die nicht dazu da sind, um sie in Worte zu fassen, weil sie unbeschreiblich sind.

Sofort waren Menschen um mich, um mich zu beglückwünschen und ich erfuhr, dass ich Vierter wurde. Später hab ich dann erfahren, dass ich meine Altersklasse gewonnen hatte und nur knapp zwei Minuten auf einen Podestplatz gefehlt haben. Das freute mich mehr, als dass es mich ärgerte, denn dass ich doch nochmal ziemlich nah an die Spitze rücken würde, hatte ich zwischenzeitlich nicht mehr erwartet.

Im Zielbereich herrschte die gewohnte Herzlichkeit, die man auf kürzeren Distanzen so nicht kennt. Nach und nach kamen die Läuferinnnen und Läufer an und ich traf viele Menschen, die ich bisher nur über die sozialen Medien kannte und die tatsächlich so nett waren, wie sie sich auch immer lesen. Trotz der Erschöpfung freute ich mich sehr über den Austausch.

Guido, Chef und gute Seele des WHEW100.

An dieser Stelle gehört es sich nicht nur, sich bei einigen Menschen zu bedanken, es ist mir wirklich ein unbedingtes Anliegen, weil ich nun an einem für mich entscheidenden Meilenstein angekommen bin, was meine Laufhistorie und alles Kommende angeht.

Danke an Andreas, meinem Trainer, der mich auf dem Weg bis hierher begleitet hat. Von hier an werden wir zwar getrennte Wege weiter gehen, das schmälert aber weder meine Wertschätzung noch meine Dankbarkeit.

Danke an mein Arbeitsumfeld, meine großartigen Kolleginnen und Kollegen, dass sie diesen Wahnsinn ertragen. Ohne einen Job, der ein entsprechendes Trainingspensum und ein Athletenleben zulässt, wäre das nicht möglich. Die beiden Menschen, die ich dabei besonders anspreche, wissen, dass sie gemeint sind.

Danke an Heiko: Teamchef, Koch, Organisator, mentale Stütze, Wegbegleiter, Fahrer, Entertainer, Trainingspartner, Freund.

Danke an das Erdnussbutter-Racing-Universum, allen voran an Daniel, für das schöne Projekt #LL100K.

Danke an Guido und sein Team für die tolle Orga des WHEW100. Wer auch immer überlegt, hier zu starten: Macht das!

Und am allerwichtigsten: Danke an meine Familie, meine Lieblingsmenschen. Denn nein, es ist nicht selbstverständlich, dass sie das alles mitträgt. Aber so schön!  

Alle Fotos by Heiko Grimm.

11 thoughts on “Ein Meilenstein in Wuppertal – Der WHEW100 und mein 100K-Debüt

  • Markus sagt:

    Ich habe es schon auf Strava geschrieben, aber es schadet sicherlich nicht es nochmal zu wiederholen .. Meine volle Hochachtung Ludwig, ich bin mehr als beeindruckt von dieser Leistung und danke für den tollen und eindrucksvollen Rennbericht. Auch wenn ich selber diese Distanz niemals angehen werde (ich überlege ja gerade noch, ob ich mich nach HM und BGL mal an einem Marathon versuchen soll) so kann ich mir vorstellen, dass so eine Schilderung bei vielen den Wunsch weckt ähnliches zu leisten.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen zukünftigen Projekten und vielleicht „läuft“ man sich ja mal wieder über den Weg! Nochmals Herzlichen Glückwunsch zum Finish und der Platzierung!

    Viele Grüße, ein staunender Markus

    • LudwigR sagt:

      Vielen Dank, lieber Markus. Wenn ich Dir einen Tipp geben darf: Du überlegst, einen Marathon anzugehen. Nimm die Herausforderung an! Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du es nicht bereuen wirst, sondern daran wachsen. Und wer weiß, bei welcher Distanz Du später dann irgendwann vielleicht mal landest 😉

      • Markus sagt:

        ich werde es nach dem diesjährigen BGL entscheiden (bist du eigentlich dieses Jahr wieder mit dabei?) – aktuell erhöhe ich mal meine Laufumfänge und schaue wie ich damit klar komme. Es reizt mich tatsächlich und ich denke auch, dass ich das Projekt Marathon angehen werde. Wenn nicht dieses Jahr, dann spätestens 2020.

  • Martin sagt:

    Wie sehr sich Berichte über Ultras doch ähnlich sind: meistens findet meine eine oder DIE Stelle, wo es um den Kopf und nicht die Beine geht. 😀

    „Im Zielbereich herrschte die gewohnte Herzlichkeit, die man auf kürzeren Distanzen so nicht kennt.“

    Auch das stimmt 100%.

    Toller Bericht. Toller Lauf. Glückwunsch!

  • Anett sagt:

    Mir fehlen die richtigen Worte Ludwig, großartige Leistung und großartige Worte und freu Dich und sei stolz auf Dich und danke Pascal, dass sie Deine Leidenschaft trägt 😍

  • Thommy sagt:

    Lieber Ludwig,
    wir haben uns auf dem BGL Lauf 2018 kennengelernt. Zunächst einmal möchte ich Dir zu dieser herausragenden Leistung ganz herzlich gratulieren. Was für ein Kraftakt und mit welcher Leichtigkeit Du es bewältigt hast…Chapeau ! Es war mir eine große Freude Deinen Weg von der Zielsetzung über die Trainingsphase, mit der akribischen Planung und Vorbereitung bis zur perfekten Umsetzung des WHEW100 zu verfolgen. Über Strava und den tollen Laufpodcast gemeinsam mit Daniel beim LL100. Die spannenden Laufberichte auch mit Tiefen wie z.B. beim Rodgau50k…Akku leer, aber auch von den Höhen z.B. super 60km Trainingslauf auf dem Tempelhofer Flugfeld …bei allen Widrigkeiten.
    Vielen Dank das Du uns auf diese Reise mitgenommen hast und Deine Erfahrungen geteilt hast.
    Nun wünsche ich Dir, dass Dein Körper möglichst schnell regeneriert und Du vielleicht auf Dein Herz hören kannst, um im Juni beim BGL Lauf 2019 am Start zu sein.
    Viele Grüße sendet Dir Thommy

  • Malte sagt:

    Ach schön. Danke für diese emotionalen, sich so ehrlich lesenden Bericht eines sehr selbstreflektiert wirkenden Schreibers. Und natürlich meine Hochachtung für diese wahnsinnige sportliche Leistung.

  • Twin Marek sagt:

    Ludwig, ich habe erst jetzt den Bericht gelesen, Asche auf mein Haupt. Du hast sowas von abgeliefert bei diesem Rennen. Mehr, besser, schneller – geht eigentlich nicht auf einer Premiere. Klar warst du wirklich top vorbereitet, aber das muss nicht immer auch bedeuten, dass sich das im Rennen widerspiegelt. 100km sind eine verdammte weite Strecke und dieses Tempo und diese Konstanz sind unheimlich beeindruckend, wie ein alter (aber schneller) Hase hast du das Ding gerockt. Ich ziehe meinen Hut davor, da kommt noch Einiges von dir, da bin ich mir sehr sicher. Herzliche Gratulation!

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